Cortison - Kortikoide - Corticoide - Glukokortikosteroide

Grundlage der Behandlung von Hautkrankheiten sind heute weiterhin Corticoide (auch Kortison-Präparate, Kortikoide usw genannt). Die Revolution und Begeisterung in der hautärztlichen Therapie schlug nach einiger Zeit fast ins Gegenteil über: Der Mythos der überlegenen Wirkung wich der schrecklichen Angst vor den Risiken der Anwendung.

Corticoide leiten sich von körpereigenen Wirkstoffen ab, die in den Nebennieren (Drüsen, dien den Nieren aufsitzen) gebildet werden. Aus Cholesterin werden im Körper Hormone wie das Progesteron, aber auch Cortisol (=Hydrocortison) als natürliches Corticoid gebildet. Schon im Körper besitzt Cortisol wichtige Funktionen, denen die daraus abgeleiteten Arzneimittel ebenfalls ihre Wirkungen aber auch ihre Nebenwirkungen verdanken:

  • blockiert entzündliche Prozesse unabhängig von der Ursache (antiphlogistische Wirkung)
  • unterdrückt die Zellteilung (antiproliferative Wirkung)
  • verringert die Tätigkeit der Lymphdrüse (immunsuppressive Wirkung)

Diese Eigenschaften spielen bei der Behandlung vieler Hauterkrankungen eine wichtige Rolle.

 

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