Vegane Ernährung – gesundheitliche Vorteile für die Haut

Heutzutage ist sowohl die vegetarische als auch die vegane Ernährungsform salonfähig geworden. Früher gab es nur vereinzelt Menschen die auf Fleisch verzichteten, heute bieten immer mehr Restaurants Speisen ohne tierische Lebensmittel an. Eine vegane Lebensweise ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Der Verzicht auf jegliche tierischen Produkte hat jede Menge gesundheitliche Vorteile.

Vor einigen Jahren wurde oft behauptet, dass der Verzehr von tierischem Eiweiß essenziell wichtig ist, um den menschlichen Organismus gesund zu erhalten. Mittlerweile gibt es viele Pflanzen, darunter auch Algen, die jede Menge hochwertige Proteine und wichtige Fettsäuren enthalten. Dies führt dazu, dass das Essen von tierischen Produkten in einer gesunden Ernährung komplett überflüssig ist. In diesem Beitrag erfahren Sie alle positiven Effekte des Veganismus auf die Hautgesundheit.

Welche Ernährung wirkt sich positiv auf die Haut aus?

Eine glatte und gesunde Haut ist nicht nur ein angestrebtes Schönheitsideal, sondern auch ein Merkmal für einen gesunden Organismus. Die Haut ist mit der Größe von ungefähr 2m² das größte menschliche Organ. Aufgrund von Unausgeglichenheit, viel Stress oder aber auch entzündlichen Prozessen im Körper, kann es nicht nur zu einer unreinen und fahlen Haut kommen, sondern auch Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis, können entstehen.

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die sich mit den vielen positiven Effekten von veganer bzw. vegetarischer Ernährung beschäftigen. Einige weisen darauf hin, dass sich tierische Lebensmittel schlecht auf das Hautbild auswirken können. Eine pflanzliche Ernährung hingegen, die reich an Mineralien und Antioxidantien ist, kann unter anderem dabei helfen, Hauterkrankungen zu lindern und sogar den Alterungsprozess positiv zu beeinflussen.

Viele Erwachsene leiden unter extremen Hautproblemen, die sich auch negativ auf die Psyche auswirken können. Die meisten davon glauben, dass die Schuld dafür in der Genetik zu suchen ist, jedoch trägt eine gesunde Ernährung, neben genügend Bewegung, ebenfalls dazu bei, sich ein schönes Hautbild erhalten zu können.

Negative Folgen bestimmter Lebensmittel auf die Haut

Viele Studien zeigten, dass Menschen, die Milchprodukte zu sich nehmen und vor allem welche die Milch trinken, eher dazu neigen, dass sich eine Akne entwickelt. Auch Wissenschaftler der Universität in Harvard zeigten ähnliche Erkenntnisse. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in der Milch Hormone enthalten sind, sogenannte Wachstumshormone, die für die Kälber wichtig sind, um schnell zu wachsen. Durch diese Hormone steigt allerdings der Blutzuckerspiegel an und es werden vermehrt Androgene (männliche Hormone) produziert. All das kurbelt zudem auch die Talgproduktion an, was zu Pickel führt. Dank vieler Ersatzprodukte, wie beispielsweise Mandelmilch oder Kokosjoghurt, ist der Verzicht von Milchprodukten gar nicht schwer. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass die Milchalternativen nicht gesüßt sind.

Auch der Konsum von Eiern kann sich negativ auf das Hautbild auswirken. Vor allem bei Menschen, die an Neurodermitis leiden, kann es helfen Hühnereier und Kuhmilch vom Speiseplan zu streichen. Nicht nur bei Erwachsenen ist dieser positive Effekt zu beobachten. Heutzutage leiden immer mehr Kinder unter Neurodermitis. Einige Studien zeigten, dass bei einer Ernährungsumstellung, nämlich Verzicht von Milch- und Eiprodukten, nicht nur die Schwere der Entzündung, sondern auch die Größe zurückging.

Mit veganer Ernährung erfolgreich Falten bekämpfen

Das Essen von Wurst, Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln sind wahre Faltenbeschleuniger. Der Grund dafür ist, dass Arachidonsäure enthalten ist. Diese ist eine natürliche Fettsäure, die dafür sorgt, dass Entzündungsprozesse im Körper eingeleitet werden. Diese wiederum regen die Enzymbildung an die für den Abbau der Grundstruktur und Hautfasern verantwortlich sind. Dadurch wird das Hautgerüst geschwächt, was dazu führt, dass vermehrt Falten entstehen. Außerdem werden Tieren oftmals Wachstumshormone gespritzt, die auch in der Milch enthalten sind. Durch den Fleischverzehr kann es zu Hormonschwankungen kommen und dies führt wiederum zu unreiner Haut. Da sich Sojaprodukte auch auf die Hormone auswirken, sollten bei einer veganen Ernährung nicht alle Fleisch- und Milchprodukte mit Soja ersetzt werden.

In Ländern, in denen die Menschen besonders alt werden, werden besonders viele Antioxidantien gegessen. Diese finden sich in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln wie beispielsweise grünem Matcha-Tee oder Acai Beeren. Diese Antioxidantien schützen Zellen vor etwaigen Giftstoffen und halten diese fit.

Aber nicht nur sogenanntes Superfood ist gut für die Haut, sondern auch der Verzehr von grünem Blattgemüse. Egal ob in Smoothies oder in Salaten, das ist der kostengünstigste und einfachste Weg an wichtige Mikronährstoffe zu kommen. Außer Antioxidantien sind im grünen Gemüse auch noch Flavanoide enthalten, die beide dafür sorgen, dass freie Radikale bekämpft und entzündliche Prozesse gehemmt werden. Außerdem enthält grünes Blattgemüse unter anderem viele B-Vitamine, die wesentlich für den Hautstoffwechsel und die Zellgesundheit sind.

Eine vegane Ernährung ist deshalb besonders empfehlenswert, da diese kein Cholesterin und weniger Fett beinhaltet. Alle gesundheitlichen Vorteile werden zunehmen, je weniger tierische Lebensmittel verzehrt werden. Um jedoch alle positiven Effekte auf die Gesundheit genießen zu können, sollte auf genügend Vitamin B12 geachtet werden, da dieses vorwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Weitere Infos zu dem Thema findet ihr unter anderem hier.

Ausreichend Flüssigkeit für ein schönes Hautbild

Für ein schönes Hautbild ist es sehr wichtig genügend Flüssigkeit durch nährstoffreiches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Neben dem richtigen Essen ist aber auch wesentlich genügend zu trinken. Um eine straffe und besser durchblutete Haut zu bekommen, ist vor allem das Trinken von Leitungs- bzw. stillem Mineralwasser anzuraten. Schon zehn Minuten nach dem Wassergenuss wird die Haut nicht nur vermehrt mit Sauerstoff versorgt, sondern auch der Hautstoffwechsel wird angekurbelt.

Nicht nur Wasser eignet sich für die Flüssigkeitszufuhr, sondern auch vegane Smoothies können erfolgreich für eine gesunde Haut eingesetzt werden. Vor allem grünes Gemüse wie Spinat, Staudensellerie oder auch Feldsalat können dafür gemixt werden. Damit der Geschmack nicht allzu herb ist, können auch noch verschiedene Obstsorten wie Kiwi, Erdbeere oder Ananas dazu gemischt werden. Auch ungesalzene Para- oder Erdnüsse, die reich an Zink sind, können im Smoothie verarbeitet werden.

Fazit

Es gibt viele Lebensmittel, die sich positiv auf die Haut auswirken. Generell haben einige Studien gezeigt, dass der Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten und Olivenöl förderlich für die Hautgesundheit sind. Der Konsum tierischer Lebensmittel wie Milch und Fleisch hingegen zeigte den entgegengesetzten Effekt.

Der Verzicht von tierischen Nahrungsmitteln sorgt aber nicht nur für eine gesündere Haut, sondern wirkt sich auch positiv auf die Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes aus. Wichtig ist bei einer veganen Ernährung darauf zu achten, dass bei der Zubereitung möglichst frische Produkte verwendet werden und der Einkauf generell vielseitig, bunt und ausgewogen gestaltet wird. Das Kochen wird kreativer, die Verdauung wird verbessert, der Geist wird klarer und der Körper gesünder.

Eine vegane Ernährungsweise ist heutzutage viel einfacher, da es sich hierbei nicht nur um eine Nischenernährung handelt. Mit der Umstellung auf eine vegane Ernährung werden jede Menge positive gesundheitliche Auswirkungen auf die Haut erzielt. Um einen lang anhaltenden Effekt zu garantieren, sollte die Ernährung zu 100 % aus veganen Lebensmitteln bestehen. Tun Sie also Ihrem Hautbild etwas Gutes, denn nicht umsonst heißt es: „ Die Haut ist der Spiegel der Seele.“